Fortbildung und Vorträge 2018-09-26T08:09:39+00:00

Fortbildungen und Vorträge

Hier erfahren Sie näheres über unser Grundseminar, die Fortbildung zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter (Grund- und Aufbauseminar) sowie unsere Vortragsangeboten

1) Grundseminar

Zielgruppe:

Das Grundseminar ist für alle Interessierten offen. Es beschäftigt sich mit den Themen Tod, Sterben und Trauer. Es ist für Menschen gedacht, die sich mit diesen Themen aus persönlichen oder beruflichen Gründen auseinandersetzen möchten. Es ist zusätzlich die Voraussetzung, um an einem Aufbauseminar zur Vorbereitung auf eine ehrenamtliche Tätigkeit als Hospizbegleiterin und Hospizbegleiter teilnehmen zu können.

Inhalte:

  • Persönliche Auseinandersetzung mit Abschied und Tod (Biographiearbeit)
  • Möglichkeiten der Hospiz-und Palliativbetreuung
  • Kommunikation mit kranken und sterbenden Menschen
  • Formen der Trauerprozesse

Wir arbeiten an eigenen Erfahrungen und Erlebnissen und tauschen uns darüber in der Gruppe aus. Zentral dabei ist neben der Frage nach dem Sinn des Lebens angesichts der eigenen Vergänglichkeit auch die Wertschätzung der Ressourcen, die nach bewältigten Krisen entstehen.

Methoden: Gruppen – und Einzelarbeit; Arbeit mit kreativen Medien wie Malen und Arbeit mit Ton; Feldenkrais;

Dauer: 16 Stunden an einem Wochenende: Freitag 16.00 bis 21.00 Uhr; Samstag 10.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag 10.00 bis 13.00 Uhr

Ort: wechselnde Orte im Landkreis Ebersberg

Termine: In der Regel ein- bis zweimal im Jahr (im Frühjahr und Herbst) – die aktuellen Termine finden sie hier!

Leitung:

  • Carola Laukat, München. Heilpädagogin und Integrative Gestalttherapeutin (FPI)
  • Birgit Deppe-Opitz, Baldham. Dipl. Theologin, Integrative Gestalttherapeutin (FPI), Supervisorin (DGfP), Koordinatorin des Ebersberger Hospizvereins

Kosten: 60 Euro

2) Aufbauseminar: Befähigung zum ehrenamtlichen Dienst in einem Hospizverein (Zugangsvoraussetzung ist die Teilnahme an einem Grundseminar)

Zielgruppe:

Das Aufbauseminar ist für alle offen, die eine ehrenamtliche Tätigkeit in einem Hospizverein anstreben. Die Ausbildung zum Hospizbegleiter geschieht in zwei Abschnitten. Der erste Abschnitt umfasst das oben genannte Grundseminar und der zweite Abschnitt das Aufbauseminar. Dieses beschäftigt sich ebenfalls mit den Themen Krankheit, Sterben und Tod und ist eine Vertiefung dessen. Es unterscheidet sich im Zeitumfang, Intensität, theoretischer und praktischer Qualifikation und beinhaltet ein Praktikum.

Inhalte:

  • Persönliche Erlebnisse und Erfahrungen in der Begegnung mit Sterben, Tod und Trauer
  • Erarbeitung einer eigenen Haltung gegenüber Sterben und Krankheit
  • Kommunikation am Lebensende: was sage ich einem Sterbenden?
  • Nähe und Distanz in intensiven Lebenssituationen
  • Umgang mit fremden und eigenen Gefühlen
  • Professionalität im Ehrenamt: Aufgaben und Profil eines Hospizbegleiters
  • Trauerprozesse: wie viel Trauer und Trost darf sein?
  • Mein und Dein Glaube : Spiritualität am Sterbebett
  • Palliative Care: Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) / Palliativstation / stationäres Hospiz /ambulante Hospizarbeit
  • Palliativmedizin: ausgewählte Krankheitsbilder, Schmerztherapie
  • Pflegerische Handreichungen
  • Umgang mit Verstorbenen
  • Schuld und Schuldgefühle
  • Familienstrukturen: in welchem „System“ lebt der Patient? Wer ist wichtig? Wer erschwert? Wer erleichtert?
  • Eigene „Psychohygiene“
  • Praktikum über 10 Besuche in einem Seniorenheim im Landkreis Ebersberg

Im Mittelpunkt des Seminars werden die Patienten und die Angehörigen stehen. Es geht vor allem um das Kennenlernen ihrer Ängste und Sorgen und der unterschiedlichen Versuche, die schwierige Situation zu bewältigen. Eine wichtige Frage wird sein, welche individuellen Möglichkeiten es bei den Hospizbegleitern gibt, dabei Hilfe und Begleitung zu sein. Für diese Fragestellung braucht es eine Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit, den eigenen Ängsten und Hoffnungen und dem Sinn des Lebens bis zuletzt.

Der Aufbau des Seminars orientiert sich an der Rahmenvereinbarung nach §39 a Abs. 2 SGB V zu den Voraussetzungen der Förderung sowie zu Inhalt, Qualität und Umfang der ambulanten Hospizarbeit.

Methoden:

Methodisch arbeiten wir im Plenum und in Kleingruppen, in Einzel- und Partnerarbeit, mit Rollenspielen und mit kreativen Medien (z. B. Malen, Phantasiereisen, Arbeiten mit Ton). Wir beziehen dabei die Erfahrungen und Ressourcen der jeweiligen Gruppe ein. Jede unserer Ausbildungsgruppen ist dabei anders und einzigartig, weil jeder Teilnehmer seine individuellen Erfahrungen mitbringt. Das wird in jedem Seminar berücksichtigt. Die Entdeckung eigener Talente, Ressourcen und Bewältigungsstrategien ist dabei von entscheidender Bedeutung. Feldenkraisübungen werden uns mit uns selber wieder in Einklang bringen und uns so immer wieder auch Zeiten der Ruhe und Entspannung schenken. Die Einübung darin ist für die spätere ehrenamtliche Tätigkeit sehr wichtig.

Dauer: Der Kurs erstreckt sich über einen Zeitraum von einem halben Jahr. Die 115 Unterrichtseinheiten sind wie folgt verteilt:

  • 3 Wochenenden (Samstag und Sonntag jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr)
  • 15 Abende (jeweils an einem vorher festgelegten Wochentag von 19.00 – 21.30 Uhr)
  • 1 Praktikum von 10 Besuchen in einem Seniorenheim

Es ist dabei wichtig, an möglichst allen Terminen teilnehmen zu können.

Termine: In der Regel alle zwei Jahre. Wann das nächste Aufbauseminar stattfindet finden sie hier.

Ort: Ebersberg

Leitung:

  • Carola Laukat, München. Heilpädagogin und Integrative Gestalttherapeutin (FPI)
  • Birgit Deppe-Opitz, Baldham. Dipl. Theologin, Integrative Gestalttherapeutin (FPI), Supervisorin (DGfP), Koordinatorin des Ebersberger Hospizvereins

Kosten: Am Ende des Kurses erhalten Sie von uns eine Rechnung über die Kursgebühr. Diese beträgt 400 Euro. Sollten Sie im Anschluss für den Hospizverein Ebersberg ehrenamtlich tätig werden, verringert sich die Gebühr auf 100 Euro.

3) Vortrags- und Fortbildungsangebote

Sie können uns gerne ansprechen, wenn Sie für Ihre Einrichtung, Ihre Gruppe oder im Rahmen von Veranstaltungen (z. B. Seniorenmesse) an einer Informationsveranstaltung, einem Informationsstand oder einer Fortbildung zu den Themenbereichen Sterben, Tod und Trauer interessiert sind. In einem persönlichen Gespräch klären wir gerne Ihre Wünsche mit unseren Möglichkeiten ab. Kontaktdaten