3 neue Hospizbegleiter und 8 neue Hospizbegleiterinnen sind bereit für ihre ehrenamtliche Tätigkeit
Etwa alle eineinhalb Jahre bietet der Hospizverein Ebersberg einen Aufbaukurs zur Qualifizierung für Sterbebegleitung an. Vorher hatten sich alle Teilnehmenden in einem Grundkurs mit dem Thema „Tod, Sterben und Abschied“ beschäftigt.
Von Februar bis Juli 2026 haben wir wieder in einem solchen Aufbaukurs wunderbare Menschen für ihren ehrenamtlichen Dienst in der Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen qualifiziert.
Um das zu können, müssen diese Menschen sich selber gut kennen und bereit sein, an der eigenen Person zu arbeiten. So ist ein wichtiger Pfeiler der Qualifikation die Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie, den eigenen Erfahrungen mit Krankheit, Abschied, Tod sowie weiteren Formen der Krise und der Möglichkeit zur Bewältigung.
Die Hospizbegleiter:innen begegnen den Schwerkranken mit ihren individuellen Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen. Und genau das ist der Zauber der Begleitungen: es ist eine Begegnung von Mensch zu Mensch, immer individuell und einzigartig.
Weiterhin beschäftigen wir uns im Kurs u. a. mit Themen wie Kommunikation, Nähe und Distanz, der Patientenverfügung, dem System „Familie“, der „Demenz“, unserer persönlichen Spiritualität, dem Begriff „Palliative Care“ und lernen die verschiedenen Möglichkeiten der palliativen Versorgung in unserem Landkreis kennen. Alle Teilnehmer:innen machen zusätzlich ein Gesprächspraktikum in einem Seniorenheim über zehn Besuche, die dann im Kurs in Supervision reflektiert werden.
Wir freuen uns sehr über die 11 neuen Hospizbegleiter:innen und wünschen ihnen einen guten Start in die Praxis.
(Birgit Deppe-Opitz, Einsatzleitung im Hospizverein Ebersberg, Supervisorin/ DGfP, Gestalttherapeutin (FPI/EAG)